Erdöl und doch kein Ende. Neueste Erkenntnisse in der Erdöl-Forschung.

17. März 2010 in Wirtschaft | Finanzen 4 Kommentare

Ist Erdöl doch kein endliches Gut?
Nach neuesten Forschungen gibt es Anzeichen, dass das Erdöl nicht nur durch Organische Stoffe gebildet werden kann.

Unser schwarzes Gold ist nach neuesten Erkenntnissen nicht endlich, es wird vielmehr im inneren der Erde in ca 200 km Tiefe immer wieder neu gebildet.

In einem Experimentellen Versuch konnte diese Theorie nachgewiesen werden. Wenn sich diese Forschungen letztendlich wirklich bestätigen sollten, müssten die Preise für das “Schwarze Gold”, unser Erdöl, in den nächsten Jahren auf jeden Fall nach unten gehen.

Oelfeld in Erdöl und doch kein Ende. Neueste Erkenntnisse in der Erdöl-Forschung.

Daraus folgt, dass möglicherweise das schwarze Gold (Erdöl) nicht so schnell ausgehen wird, wie von vielen befürchtet. Russische Forscher haben Hinweise gefunden, wonach sich Erdöl in ca. 200 km Tiefe im Erdmantel ständig neu bildet – hunderte Kilometer unter der Erde werden Prozesse ausgelöst – durch viel Druck und Hitze werden Kohlenstoffe, Wasserstoff – Eisenoxid und andere Elemente verschmolzen und bilden dann neues Erdöl. Diese Erkenntnisse widersprechen der gängigen Theorie und Annahme, das Erdöl entstehe und bilde sich nur aus organischem Material.

Das größte Ölfeld Europas ist das russische Romaschkino-Ölfeld zwischen der Wolga und dem Ural-Gebirge. Ende der 80er und 90er-Jahre förderten die Erdöl-Pumpen hier in der Provinz Tatarstan nur noch Wasser zutage. Die Erdöl-Vorkommen waren nach Jahrzehntelanger Ausbeutung gänzlich völlig versiegt – anscheinend aber nur scheinbar: 2002 geschah etwas unerwartetes, auf einmal sprudelte das schwarze Gold wieder aus der Erde. Ganz offenbar hatte sich das unterirdische Reservoir wieder mit Erdöl gefüllt, es waren riesige Mengen Erdöl in dieses Reservoir nachgelaufen. Durch diesen Vorgang wird die Theorie der Abiotischen Entstehung von Erdöl, an die einige Wissenschaftler glauben, erneut gefestigt.

Abiotische Entstehung von Öl beduetet:

Erdöl kann auch Abiotisch aus anorganischen Stoffen und Elementen entstehen

Nach der gängigen Theorie kann: “Erdöl nur aus organischen Material entstehen”, der haken dabei ist nur, es würde Millionen von jahren dauern, bis sich neues Erdöl gebildet hätte. Also warum wurden die Reservoires im Romaschkino-Ölfeld so schnell wieder aufgefüllt. Das kann durch Organisches Material nicht erklärt werden, vielmehr festigt es die Theorie der “Abiotischen Entstehung” von Erdöl.

Der russische Forscher Wladimir Kutscherow ist davon nicht überrascht. Der Experimentalphysiker am Department für Energie des Königlichen Instituts für Technologie in Stockholm ist ein Verfechter der Abiotischen Entstehungstheorie des Erdöls. Der Forscher Kutscherow ist absolut davon überzeugt, dass unser wertvoller Rohstoff, das schwarze Gold, tief im inneren des Erdmantels ständig neu gebildet wird und entsteht. In Tiefen von 120 bis 240 Kilometern verbänden sich Kohlenstoff, Wasserstoff und Eisenoxid unter einem enormen Druck der angrenzenden Tektonischen Platten zu Erdöl. Dieser Vorgang, wiederholt sich ständig und füllt unaufhörlich die Lagerstätten im Erdreich auf. Diese Theorie ist nicht ganz neu, sie war zuletzt aber aus der Mode gekommen. Die grossen Erdöl-Konzerne dürften wohl auch kein Interesse an dieser für sie doch nicht sehr populären Theorie haben. Sollten sich diese Erkenntnisse bewahrheiten, müssten die Preise für Erdöl auf jeden Fall sinken.

Der alten Theorie zufolge dauert es Millionen von Jahren, bis sich in einem komplizierten biologischen Abbauprozess Erdöl neu bildet. Am Boden eingelagerte Überreste von Meeresorganismen werden nach dieser Theorie unter grossem Druck und Hitze zu Erd-Öl und Erd-Gas umgewandelt und sammeln sich dann schließlich in riesigen unterirdischen Reservoirs. Aber Tatsächlich liegen die 30 grössten Ölfelder der Erde fast alle in Gebieten, die in unserer Vorzeit einmal von Meeren bedeckt gewesen sein sollen. Andererseits liegen diese Ölfelder auch fast alle nahe plattentektonischer Grenzen, was wiederum die Abiotische Entstehungstheorie bestätigen würde. Dies alles trifft auch für das Romaschkino-Ölfeld zu, aus dem mit drei Billionen Litern bisher viermal mehr Öl gefördert worden ist, als man es mit der biologischen Entstehungstheorie erklären könnte.

Ein Institut für Meeresforschung in Oldenburg hatte eine Öl-Probe aus dem Romaschkino-Ölfeld untersucht. In der Probe suchte man nach biologischen Spuren, die in abiotisch entstandenem Öl nicht auftauchen sollten. Ein Chromatograph sollte Überreste von Algen aufspüren, die an der biologischen Entstehung von Erdöl maßgeblich beteiligt sein müssen. Die Algen entwickelten bereits vor hunderten Millionen Jahren Kohlenstoffmoleküle, diese sind so komplex, dass sie außerhalb lebender Zellen nicht vorkommen können. Es tauchten tatsächlich einige dieser Biomarker in der untersuchten Probe auf. Nach dieser Analyse kann man zu dem Schluss kommen, es handele sich um völlig normales Öl.

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Doch diese Ergebnisse überzeugen die Vertreter:

Der abiotischen Entstehungstheorie nicht

Diese Verunreinigung mit Biomolekülen kann aber auch anders erklärt werden. Es ist seit Jahren bekannt, dass tief im Erdinneren Bakterien leben, die sich von Erdöl ernähren. Also kann die Verunreinigung mit Biomolekülen auch so geschehen sein.
Spuren von Biomolekülen können auf jeden Fall auch im nicht biologisch entstandenen Erdöl vorhanden sein, so lautet das Gegenargument. Die Verunreinigungen mit komplexen Kohlenstoffmolekülen können mit Bakterien erklärt werden, die im Öl leben würden und sich von den darin enthaltenen einfachen Kohlenwasserstoffen ernähren könnten. Das Team von Kutscherow entwickelt derzeit ein Computerprogramm, mit dem neue Erdölfelder aufgespürt und erschlossen werden sollen, die Grundlage dafür bildet die Annahme, dass Öl unter plattentektonischem Druck entsteht. Bisher lag die Erfolgsquote bei Probebohrungen bei etwa zehn Prozent, die Forscher wollen diese aber bis auf 80 Prozent steigern. Es wird sich im Praxistest zeigen, ob die Vertreter und Anhänger der Abiotischen Theorie wirklich Recht haben und richtig liegen.

Sollte dies der Fall sein, stehen den grossen Öl-Multis schwere Zeiten bevor, denn die anhaltend steigenden Öl-Preise müssten dann nach unten korrigiert werden, was unserer Wirtschaft und Gesellschaft erheblich auf die Sprünge helfen würde.

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Kaufklueger

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4 Kommentare

  • martin deppenmann
    25. April 2010

    AAAAAhhhhhh
    Javascrip, um mir ausschneiden zu verbieten.
    Ganz toll. Wollte per Copy paste “Abiotischen Entstehung” von Erdöl.” nach google pasten. danke, dass ich es nun tippen muss.

  • Kaufklueger
    27. April 2010

    Copy paste ist ab sofort möglich.
    Sorry, war ein Fehler von uns , danke für den Hinweis. (:-)

    MFG Admin
    Kaufklueger.blog – Team

  • Sat Anlage
    29. November 2010

    Danke sehr an den Webmaster.

    Gruss Eike

  • Very interesting topic , thanks for putting up.

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